Rasender Roland
Der Rasende Roland ist die mit Dampfzügen betriebene Schmalspurbahn auf Rügen von Putbus über Binz und Baabe nach Göhren und eine Hauptattraktion der Insel.
Bis heute wird auf einer Strecke von 24,1 Kilometern der reguläre Betrieb mit historischen Dampflokomotiven und Waggons, die teilweise fast 100 Jahre alt sind, aufrecht erhalten. Das Pfeifen der Dampfloks gehört bis heute zur gewohnten Geräuschkulisse im südöstlichen Teil Rügens. Im Unterschied zum Netz der Deutschen Bahn, das standardmäßig eine Spurweite von 1435 Millimetern besitzt, fährt der Rasende Roland mit einer Spurweite von nur 750 Millimetern.
Der erste Streckenabschnitt von Putbus nach Binz, der noch heute in Betrieb ist, wurde 1895 eröffnet. Der Betreiber, die Rügensche Kleinbahn-Aktiengesellschaft (RüKB), erweiterte ihr Netz bis 1899 auf 97,3 Kilometer. Eine Strecke führte vom Bahnhof Altefähr, gegenüber Stralsund, über Putbus nach Göhren. Die andere Strecke führte von Altenkirchen, nahe Kap Arkona, über die Wittower Fähre nach Bergen; die Fähre trajektierte allerdings normalerweise nur Güterwaggons, Reisende mussten zu Fuß übersetzen. Erst in den 1960er Jahren wurden die meisten Streckenteile stillgelegt.
Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges übernahmen 1940 die Pommerschen Landesbahnen auch die Rügensche Kleinbahn-Aktiengesellschaft. Seit 1949 gehörte der Rasende Roland zur Deutschen Reichsbahn und am 1. Januar 1996 kam er unter die Obhut der neu gegründeten Rügenschen Kleinbahn GmbH & Co.
Am 28. Mai 1999 wurde das 2,6 Kilometer lange Teilstück (Dreischienengleis) von Putbus nach Lauterbach Mole eröffnet.
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