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Kap Arkona

Kap Arkona ist eine 45 m hohe aus Kreide und Geschiebemergel bestehende Steilküste im Norden der Insel Rügen, auf der Halbinsel Wittow. Ein 1927 vom Stapel gelaufener Luxusdampfer wurde nach dieser Steilküste Cap Arcona getauft.

Das Flächendenkmal Kap Arkona gehört neben dem Fischerdorf Vitt zur Gemeinde Putgarten und ist eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Rügen mit jährlich circa 800.000 Besuchern.

Am Kap befinden sich zwei Leuchttürme, ein Peilturm, die slawische Jaromarsburg und einige touristische Gebäude (Restaurants, Kneipen, Souvenirläden). Ein ehemaliger NVA-Bunker befindet sich direkt westlich der beiden Leuchttürme.

Kap Arkona wird oft als der „nördlichste Punkt Rügens“ bezeichnet, was jedoch nicht ganz stimmt. Ein paar hundert Meter weiter nordwestlich befindet sich eine Stelle der Steilküste, Gellort genannt, welche noch etwas weiter nördlich gelegen ist. Direkt am Fuße des Gellort liegt der 165 t schwere Findling Siebenschneiderstein, auf Plattdeutsch Söbenschniedersteen. Zweifellos bietet das Kap einen der eindrucksvollsten Anblicke der Insel, sowohl vom Land als auch vom Wasser aus.

Leuchttürme und Peilturm

Der kleinere der beiden Leuchttürme wurde 1826/27 in Backsteinbauweise erbaut und 1828 in Betrieb genommen. Er ist 21 m hoch und hat eine Feuerhöhe von 63 m ü. NN. Er ist heute der älteste Leuchtturm an der Ostseeküste. Auf Grund der Mitarbeit Karl Friedrich Schinkels an den Bauplänen wird er oft Schinkelturm genannt. Der größere Turm wurde 1901/02 direkt neben dem alten Turm erbaut und 1902 in Betrieb genommen. Er ist 35 m hoch und hat eine Feuerhöhe von 75 m ü. NN. Er ist aus Ziegelsteinen errichtet und steht auf einem achteckigen Granitsockel. Sein elektrisches Schnellblitzfeuer ist 22 Seemeilen weit sichtbar. Auf der Insel Helgoland befand sich ein baugleicher Turm, welcher jedoch wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. Der ehemalige Marinepeilturm wurde 1927 in Ziegelbauweise erbaut und diente als Seefunkfeuer. Von 1911 bis 1925 waren entsprechende, damals revolutionäre Versuche vorausgegangen, durch die Abstrahlung gerichteter Funkwellen die Navigation – speziell für die 1909 eingerichtete Eisenbahn-Fährlinie Sassnitz–Trelleborg – zu verbessern. Zu diesem Zweck waren innerhalb der Jaromarsburg große Antennenfelder errichtet worden. Die Fundamente der dazugehörigen Funkbetriebsstelle sind im Innenraum der Wallanlage bis heute erhalten. Die technischen Einrichtungen des Peilturms wurden 1945 zerstört. Alle drei Türme wurden Anfang der 1990er Jahre saniert und sind für Besucher zur Besichtigung geöffnet. Im alten Leuchtturm befindet sich heute ein Museum und eine Außenstelle des Standesamtes. Hier geschlossene Ehen werden durch eine kleine Tafel im Boden vor dem Turm verewigt. Der Peilturm wird als Kunstmuseum und Atelier genutzt. Auf jedem Turm befindet sich eine Aussichtsplattform, von welchen man einen ungehinderten Blick über Rügen und insbesondere die Halbinsel Wittow hat. Bei klarem Wetter kann man sogar bis zur dänischen Insel Møn blicken.

Jaromarsburg

Die Jaromarsburg war vom 6. bis ins 12. Jahrhundert eine Kultstätte der Ranen, eines slawischen Stammes, gewidmet ihrem Gott Swantewit. An der äußersten Spitze des Kaps gelegen, war sie von drei Seiten durch die Steilküste und von der Landseite durch einen 25 Meter hohen Burgwall geschützt. Der innerhalb des Walls gelegene Tempel übernahm nach der Zerstörung von Rethra im Jahre 1068 dessen Bedeutung als religiöses Zentrum der Slawen Mecklenburgs. Im Jahre 1168 eroberte der dänische König Waldemar I. im Zuge der Christianisierung die Burganlage und zerstörte den Tempel. Von der Spitze Arkonas sind in den letzten Jahrhunderten immer wieder Teile ins Meer gestürzt, weshalb von der Jaromarsburg heute fast nur noch der Burgwall sichtbar ist.

Königstreppe und Veilchentreppe

Einige Meter westlich vom Kap Arkona befindet sich die Königstreppe, welche mit insgesamt 230 Stufen 42 m Steilküste überwindet. Der schwedische König Friedrich I. – Rügen gehörte damals zu Schweden – ließ während des Krieges mit Russland 1741–1743 in der Nähe der heutigen Treppe eine Feuerbake zur Warnung der Bevölkerung errichten. Damals wurde die Stelle noch Königssteig genannt. Für den Empfang des Dampfbootes Hercules mit der königlich-russischen Chronometerexpedition ließ der preußische König Friedrich Wilhelm III. – Rügen war jetzt preußisch – 1833 einen Anleger und eine Treppe errichten. Von der Stelle aus wurde 1865 das erste Telegrafenkabel durch die Ostsee nach Schweden verlegt. Durch den Aufschwung der Rügenschen Seebäder nahm auch der Tourismus am Kap Arkona zu. Viele Reisende kamen mit Ausflugsdampfern, welche am Anleger am Fuße der Treppe festmachten. Der Anleger wurde allerdings bei der Sturmflut 1953 vollständig zerstört. Die neue Königstreppe wurde 1995 an historischer Stelle nach einjähriger Bauzeit fertig gestellt. Südlich der Reste des Walls der Jaromarsburg befindet sich die Veilchentreppe, ein Abstieg zum Strand, der von Arkona nach Vitt reicht. Den Namen hat die Treppe von den Veilchen, die im Frühling um die Treppe herum wachsen.

  • Ostseebad Binz

Kap Arkona, Die Leuchttürme im Norden der Insel Rügen

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